8. März - Internationaler Frauentag
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07.03.2022 13:17 Alter: 161 days

8. März - Internationaler Frauentag

Frauenrechte sind Menschenrechte


Als historische Wurzel für die Entstehung des internationalen Feiertags am 8.März gelten die Proteste von New Yorker Arbeiterinnen, die erstmals 1858 auf die Straße gingen und gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und für gleichen Lohn zu demonstrieren. Fünfzig Jahre später, am 8. März 1909, traten Tabak- und Textilarbeiterinnen in den Streik und protestierten ebenso für bessere Arbeitsbedingungen, für ein Frauenwahlrecht, für kürzere Arbeitszeiten und höhere Löhne. Am 19. März 1911 fand der erste Internationale Frauentag in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt. Über eine Million Frauen nahmen an Veranstaltungen und Demonstrationen teil, um ihr Recht auf volle politische Mündigkeit einzufordern.

Der bisher größte Frauenstreik am Weltfrauentag fand 2018 in Spanien statt. Über 5 Millionen Aktivist*innen beteiligten sich an dem Streik unter dem Motto "Wenn Frauen streiken, dann steht die Welt still". In einigen Ländern wie Eritrea, Weißrussland, Vietnam, Uganda, Kuba, Laos sowie in den  Bundesländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist der 8. März ein gesetzlicher Feiertag.

Die Benachteiligung der Frauen hält trotz der Erfolge der Frauenbewegungen weiterhin an. Jede dritte Frau auf der Welt ist von Gewalt betroffen. Ihre reproduktiven Rechte werden in vielen Ländern nicht ausreichend beachtet. Frauen sind in der Bildung und im Arbeitswelt mit durchschnittlich 20% Lohngefälle benachteiligt. In der Politik sind sie deutlich unterrepräsentiert.

Quelle:

Deutscher Gewerkschaftsbund 2022, Internationaler Frauentag:

https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/287033/8-maerz-internationaler-frauentag/

Bundeszentrale für politische Bildung 2020, 8. März: Internationaler Frauentag:

https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/287033/internationaler-frauentag

 

Wir fordern:

  • Konsequente Umsetzung der „Istanbul-Konvention“ zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt an Frauen, Zugang zu Bildungsangeboten und Schutz vor Gewalt für alle Frauen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus
  • Solidarität mit allen geflüchteten Frauen und Mädchen
  • Einführung des Sexkaufverbots
  • Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit
  • Ausbau von Kindertagesstätten und Ganztagsschulen
  • Flexible Arbeitszeitmodelle
  • Aufwertung der Care-Arbeit
  • Bezahlbaren Wohnraum

 

"Wir können nicht erfolgreich sein, wenn die Hälfte von uns zurückgehalten wird."

(Malala Yousafzai, Friedensnobelpreisträgerin und Kinderrechtsaktivistin aus Pakistan)