8. März - Internationaler Feministischer Kampftag
Kampf für Gleichberechtigung, gegen diskriminierende patriarchale Strukturen und für ein selbstbestimmtes Leben von Frauen* weltweit.
Frauen*rechte sind Menschenrechte.
Als historische Wurzel für die Entstehung des internationalen Feiertags am 8. März gelten die Proteste von New Yorker Arbeiterinnen, die erstmals 1858 auf die Straße gingen und gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und für gleichen Lohn zu demonstrieren. Fünfzig Jahre später, am 8. März 1909, traten Tabak- und Textilarbeiterinnen in den Streik und protestierten ebenso für bessere Arbeitsbedingungen, für ein Frauen*wahlrecht, für kürzere Arbeitszeiten und höhere Löhne. Am 19. März 1911 fand der erste Internationale Frauen*tag in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt. Über eine Million Frauen* nahmen an Veranstaltungen und Demonstrationen teil, um ihr Recht auf volle politische Mündigkeit einzufordern.
Der bisher größte Frauen*streik am Weltfrauentag fand 2018 in Spanien statt. Über 5 Millionen Aktivist*innen beteiligten sich an dem Streik unter dem Motto "Wenn Frauen streiken, dann steht die Welt still". In einigen Ländern wie Eritrea, Weißrussland, Vietnam, Uganda, Kuba, Laos sowie in den Bundesländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist der 8. März ein gesetzlicher Feiertag.
Aktuell ist jede dritte Frau* auf der Welt ist von Gewalt betroffen. Ihre reproduktiven Rechte werden nicht ausreichend beachtet. Frauen* sind in der Bildung und in der Arbeitswelt benachteiligt. Der Gender Gap Arbeitsmarkt betrug im Jahr 2025 37%. In der Politik sind Frauen* deutlich unterrepräsentiert: Der Anteil an Frauen* im Bundestag nach der Wahl 2025 liegt nur bei 32,4%. Die Benachteiligung der Frauen* hält trotz der Erfolge der Frauenbewegungen weiterhin an.
Daher fordern wir:
- Ökonomische Gerechtigkeit: gleiche Bezahlung, faire Arbeitsbedingungen, flexible, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle.
- Anerkennung und Aufwertung von Care-Arbeit.
- flexibel gestaltete Bildungs- und Qualifizierungsangebote, Ausbau von Kindertagesstätten und Ganztagsschulen.
- Wohnen: langfristig bezahlbaren Wohnraum. Flächendeckende, gendersensible Not- und Langzeitunterkünfte speziell für Frauen und ihre Kinder; garantierte, sofort verfügbare Plätze ohne Wartezeiten.
- Recht auf reproduktive Selbstbestimmung: die Verortung von Schwangerschaftsabbrüchen außerhalb des Strafgesetzes und eine sichere und bezahlbare Durchführung; bezahlbare Verhütungsmittel; Gesundheitssysteme, die frauen*spezifische Bedürfnisse ernst nehmen.
- Ende geschlechtsspezifischer Gewalt: konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention, vollständige Strafverfolgung von Gewalt gegen Frauen*; Ausbau und sichere Finanzierung von Schutzsystemen für Betroffene. Zugang zu Schutz vor Gewalt für alle unabhängig vom Aufenthaltsstatus.
- Solidarität mit Frauen* auf der Flucht
- Kampf gegen rechtspopulistische, rassistische und frauenfeindliche Strömungen.
- Anlässlich der Kommunalwahl am 8. März 2026 fordern wir: STOPP von Kürzungen im sozialen Bereich um Chancengleichheit, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern
Quellen
- https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Verdienste-GenderPayGap/_inhalt.html
- https://frauen-vielfalt-politik.de/wissen/daten-und-fakten/
- https://www.dgb.de/schwerpunkt/internationaler-frauentag-weltfrauentag
- https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/287033/internationaler-frauentag



