Gemeinsames Iftar-Dinner
Ein Abend der Vielfalt und Begegnung
Im März fand in unserem Haus ein gemeinsames Iftar statt – das abendliche Fastenbrechen im Islam während des Monats Ramadan. Für viele Muslim*innen ist das Iftar ein besonderer Moment am Tag: Nach Sonnenuntergang wird das Fasten gebrochen, häufig im Kreis von Familie oder Gemeinschaft. Neben der religiösen Bedeutung steht dabei vor allem das gemeinsame Essen, der Austausch und das Miteinander im Vordergrund.
Da der muslimische Glaube unter den Frauen* in unserem Haus stark vertreten ist, war es uns ein wichtiges Anliegen, diesen Teil ihrer Lebensrealität sichtbar zu machen und bewusst Raum dafür zu schaffen. Gleichzeitig bot das Iftar eine wertvolle Gelegenheit, kulturelle Offenheit zu zeigen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Über einen Aushang im Haus wurden alle Frauen* eingeladen, an dem gemeinsamen Abend teilzunehmen. Das Iftar fand in einem unserer Gruppenräume statt, welcher für diesen Anlass festlich dekoriert wurde. Eine Bewohnerin steuerte zusätzlich eigene Ramadan-Dekoration bei. Die Frauen* waren eingeladen, eigene Speisen mitzubringen, ergänzend dazu organisierten wir als Einrichtung türkische Süßspeisen. Dadurch entstand ein vielfältiges und sehr persönliches Buffet. Wir waren beeindruckt von der Vielfalt der Speisen und dem großen Engagement der Frauen*. Das Buffet bestand unter anderem aus Datteln, Baklava, Samosas, Linsensuppe, Injera und somalischem Gewürzreis.
Die Atmosphäre des Abends war von Wärme, Offenheit und Herzlichkeit geprägt. Die Frauen* freuten sich sehr über das gemeinsame Iftar und nutzten die Gelegenheit, Einblicke in ihre Traditionen zu geben.
Solche Begegnungen tragen dazu bei, gegenseitiges Vertrauen aufzubauen, Beziehungen zu stärken und ein Gefühl von Zugehörigkeit zu fördern. Dieser gemeinsame Abend hat eindrücklich gezeigt, wie wichtig solche Angebote sind, um kulturelle Vielfalt nicht nur anzuerkennen, sondern aktiv zu leben.



